Posted: Fri, 26 May 2017 05:42:20 GMT

Schleswig-Holstein unterstützt Gründer, damit aus ihren Ideen Unternehmen werden.

Junger Mann und Roboter Junger Mann und Roboter (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Vor allem in Hochschulen entstehen Ideen für Unternehmensneugründungen. © M. Staudt / grafikfoto.de

Schleswig-Holstein ist das drittstärkste Gründerland unter den deutschen Flächenländern. Das Rückgrat der schleswig-holsteinischen Wirtschaft bilden rund 129.000 Unternehmen. Mehr als 99 Prozent von ihnen sind kleine und mittelständische Unternehmen. Einige machen sich schon in der Gründungsphase einen Namen - so auch Finn Plotz. Der Glückstädter hat bereits als Schüler eine Fernbedienung entwickelt, die alle digitalen Medien eines Haushalts steuert. Heute, zwei Jahre später, ist daraus schon ein Unternehmen geworden. Unterstützt wurde er dabei vom Land.

Ideen werden Wirklichkeit

Besonders technologie-intensive Unternehmensgründungen werden mit dem Seed- und Start-up-Fonds Schleswig-Holstein II gefördert. Das zwölf Millionen Euro starke Programm unterstützt die Unternehmer insbesondere im Frühstadium der Gründung. So zum Beispiel auch die Gründer des Lübecker Start-ups "Patientus": Jonathan von Gratkowski, Nicolas Schulwitz und Christo Stoyanov holen mit ihrer Idee Arztgespräche ins Netz. Als Ergänzung zu normalen Arztbesuchen können Patienten den Ärzten per Videochat erste Fragen stellen. So kann geklärt werden, ob der Besuch einer Arztpraxis nötig ist. Das spart Zeit, besonders für Arbeitnehmer im ländlichen Raum.

Eine Schnecke mit Haus kriecht entlang einer Kante Weinbergschnecke (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Für Gartenfreunde eine Plage: hungrige Schnecken © M. Staudt / grafikfoto.de

Erfolgsstory Schnexagon

Von Beginn an förderte das Land die Hochschul-Ausgründung "Schnexagon". An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel entwickelte Nadine Sydow ein Antihaftmaterial gegen Schnecken. Die Entwicklung vereint Innovation, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit und ist ein erfolgreiches Beispiel für Schleswig Holsteins Start-up-Szene.

Startrampe Gründungsstipendium

Um Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu unterstützen, stellt das Land seit Januar 2016 das Gründungsstipendium für Hochschulabsolventinnen und -absolventen zu Verfügung. Dieses zunächst auf vier Jahre angelegte Stipendienprogramm umfasst ein Fördervolumen von einer Million Euro, also 250.000 Euro pro Jahr. Markenzeichen dieses Programms ist die enge Einbindung und Zusammenarbeit mit den Universitäten und Fachhochschulen. Ziel ist es, den Gründungsinteressierten mit dem Stipendium den finanziellen Freiraum zu geben, den sie brauchen, um ihre Idee zu einem Gründungsvorhaben weiterzuentwickeln. Mit Hilfe des Stipendiums können sie sich auf die Vorgründungsphase voll konzentrieren.

Neues Netzwerk für Start-ups

Netzwerke, Kontakte und der Austausch mit Gleichgesinnten und Experten ist gerade für junge Gründer besonders wichtig. Deshalb hat das Land ein neues Netzwerk auf den Weg gebracht: Das innovationsorientierte "StartUp Schleswig-Holstein" wird derzeit von 13 schleswig-holsteinischen Hochschulen und hochschulnahen Initiativen getragen. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und wird in diesem Zeitraum mit insgesamt 6,9 Millionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln gefördert.

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