Posted: Fri, 26 May 2017 05:42:20 GMT

Seit 125 Jahren erforschen Wissenschaftler an der Biologischen Anstalt Helgoland das Ökosystem der Nordsee.

Blick auf Institutsgebäude am Pier mit Sonnenuntergang im Hintergrund AWI-Gebäude Helgoland Haus A (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Forschung direkt vor der Tür: Das Alfred-Wegener-Institut auf Helgoland. © U. Nettelmann / AWI

Für Schleswig-Holstein, von Nord- und Ostsee umgeben, hat die Meeres- und Küstenforschung seit langem einen hohen Stellenwert. Auf Helgoland feiert man deshalb heute ein besonderes Jubiläum: Vor 125 Jahren wurde mit der Biologischen Anstalt Helgoland (kurz "die Bio" oder BAH) der Grundstein für eine international bedeutsame Meeresforschung gelegt.

Forscherinsel Helgoland

1892 wurde die Biologische Anstalt auf Helgoland gegründet, um als Basis für Meereswissenschaftler aus Deutschland und der Welt zu dienen. Im Jahr 1937 wurde für die Forschung im Wattenmeer auf Sylt eine Zweigstelle der Bio am "Austerngehöft" auf dem Ellenbogen eingerichtet, aus der später die Wattenmeerstation der BAH hervorging.

Schon gewusst?

! Auf Helgoland findet die längste Plankton-Daueruntersuchung weltweit statt: Seit 1962 werden täglich Proben für die Langzeitdatenserie "Helgoland Reede" genommen.

1998 wurde die Biologische Anstalt Helgoland in das Alfred-Wegener-Institut integriert. Dadurch wurde auch für die Zukunft sichergestellt, dass auf Helgoland und Sylt Meeresforscher den spannenden Fragen der Ökologie und den Einflüssen des Menschen auf unsere Meeresumwelt nachgehen können.

Jetzt forschen für morgen

Die BAH ist ein international anerkannter und vernetzter Ort für die Erforschung des Ökosystems der Nordsee. Aus marin-ökologischen Datenreihen lassen sich nicht nur Veränderungen ablesen, die durch Mensch und Klimawandel entstanden sind, sondern auch Prognosen für künftige Entwicklungen ableiten.

Derzeit untersuchen Forscher des Instituts beispielsweise die Folgen von menschlichen Einflüssen auf das Ökosystem der Nordsee – mit all den Effekten, die durch Änderung der Temperatur und der Nährstoffe sowie durch Plastikverschmutzung hervorgerufen werden.

Meeresforschung – wie geht das?

Um die Themen der Meeresforschung auch einem breiteren Publikum vorstellen zu können und spannend aufzubereiten, entwickelt das Institut derzeit eine neue Ausstellung: Mit dem "Bluehouse Helgoland" wird für die Besucher auf Helgoland eine neue Attraktion entstehen. Diese Umgestaltung des ehemaligen Helgoländer Aquariums wird durch das Land Schleswig-Holstein unterstützt.

Mehr Informationen

Internetseite des Alfred-Wegener-Instituts

Die Blogs der Helmholtz Gemeinschaft

Quelle: u.a. Webseite des AWI

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