Posted: 2017-05-24 14:52:00

Dem hundertsten Geburtstag der Hohenschönhausener Kleingartenanlage „Feldtmannsburg“ ist eine Ausstellung im Museum Lichtenberg gewidmet. Sie zeigt historische Zeugnisse der Entwicklung der Anlage vom so genannten „Roten-Kreuz-Garten“ zu einem Naherholungsgebiet in Großstadtlage mit 190 Parzellen auf 80.000 Quadratmetern. Neben historischen Fotos und Dokumenten ist in der Ausstellung die Vereinsfahne aus dem Jahr 1925 zu sehen. Sie wurde dem Museum vor einem Jahr zur Aufbewahrung übergeben.
Die Ausstellung wird am Freitag, 9. Juni, um 19 Uhr im Museum an der Türrschmidtstraße 24 eröffnet. Zur Eröffnung musiziert das Vereinsmitglied Norbert Schlichting.
Kleinartenanlagen (KGA) sind heute urbane Naherholungsgebiete. Die KGA Feldtmannsburg zählt zu diesen kleinen Gartenidyllen, die sich mit Blumen und Obstbäumen zwischen Wohngebiete und Autostraßen schmiegen. Sie erstreckt sich entlang der Feldtmannstraße jenseits von Hansa-, Darßer Straße und Buschallee auf Hohenschönhausener und Weißenseer Gebiet. Viel Fleiß und gärtnerisches Können aber auch viel Freude und Gemeinschaftsleben machen die Kleingartenanlage Feldtmannsburg zu einem lebendigen Ort des Großstadtlebens. Die Geschichte der „Feldtmannsburg“ begann vor 100 Jahren damit, dass vom Roten Kreuz braches Land für Kartoffelgärten bereit gestellt wurde, um die verheerenden Folgen des Ersten Weltkrieges insbesondere nach dem so genannten Kohlrübenwinter zu lindern. Viele so genannte „Rote-Kreuz-Gärten“ entstanden in dieser Zeit, die auf die Idee der französischen Arbeitergärten und deren Begründer Abbé Lemire zurückgehen.
1925 benannte sich der Verein nach dem ersten Gemeindevorsteher von Groß-Weißensee Heinrich Feldtmann. Bis Ende der 1930er Jahre entwickelte sich die „Feldtmannsburg“ zu einem Ort freien Vereinslebens. Nach 1945 wurde der Verein Mitglied des VKSK (Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter). Nach 1990 reihte er sich in die neu gestaltete Vereinslandschaft ein und ist noch heute ein aktiver Teil der Berliner Kleingartenvereine. Der Initiative des Vereins ist es zu verdanken, dass der an seinen Grenzen entlang führende Radfernweg nach Abbé Jules Auguste Lemire benannt wurde.

Museum Lichtenberg | Türrschmidtstraße 24 | 10317 Berlin | Telefon 030 57 79 73 88 14 |
Di bis Fr und So 11-18 Uhr | Ausstellung bis 23. Juli 2017 | www.museum-lichtenberg.de

Weitere Informationen
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Museum Lichtenberg
Dr. Thomas Thiele | Telefon (030) 577973-8814 | museumlichtenberg@kultur-in-lichtenberg.de | www.kultur-in-lichtenberg.de

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Stichwörter: Lichtenberg, Bezirksamt, Berlin
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