Posted: Mon, 10 Jul 2017 09:37:32 GMT

Die Sieger des Bundeswettbewerbs "Land der Ideen" stehen fest. Aus Schleswig-Holstein sind drei Projekte vertreten.

Viele Menschen winken in eine Kamera Die "Ausgezeichneten Orte im Land der Ideen" 2017. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die "Ausgezeichneten Orte im Land der Ideen" 2017. © Deutschland - Land der Ideen / Bernd Brundert

"Wer erfolgreich sein will, muss nicht nur mehr Ideen haben als andere, sondern muss auch entscheiden können, welche dieser Ideen gut sind." Es scheint fast, als hätte die Bundesregierung diese Worte des Chemie- und Friedensnobelpreisträger Linus Pauling im Kopf gehabt, als sie 2005 erstmalig den Wettbewerb "Deutschland - Land der Ideen" ausrief. Seit zwölf Jahren zeichnen die Bundesregierung und der Bundesverband der Deutschen Industrie herausragende Projekte und Ideen als "Orte im Land der Ideen" aus.

Drei Preisträger aus Schleswig-Holstein

"Offen denken, damit sich Neues entfalten kann" - das war das Thema des diesjährigen Wettbewerbs. Gefragt waren Ideen und Innovationen, die durch Offenheit und Aufgeschlossenheit drängende gesellschaftliche Fragen beantworten. Aus Schleswig-Holstein wurden drei Projekte ausgewählt:

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Open Power System Data (Flensburg)

Wie sieht die Stromerzeugung der Zukunft aus? Welche Energien sind bezahlbar, welche rentieren sich auf die Dauer eher weniger? Um Fragen wie diese zu beantworten, mussten Experten bisher in mühsamer Recherche Energiesystemdaten wie Last- und Einspeisezeitreihen oder installierte Leistungen sammeln und auswerten. Die Plattform "Open Power System Data" ermöglicht Forschern erstmals, auf europaweit gesammelte Energiedaten und wissenschaftliche Skripte frei zuzugreifen – kostenlos und frei nutzbar.

Im Februar 2017 hatte die Landesregierung das gemeinsame Projekt der Europa-Universität Flensburg, des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), der Technischen Universität Berlin und der Neon Neue Energieökonomik GmbH bereits mit dem "Open Science Award" ausgezeichnet.

Osteolabs (Kiel)

Gemeinsam mit Humanmedizinern haben Meeresforscher vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung ein Verfahren entwickelt, um Osteoporose zu diagnostizieren - ohne Röntgenaufnahmen oder Operation. Die Wissenschaftler der Initiative "OSTEOLABS" suchen im Urin der Patienten nach speziellen Biomarkern und können so Anzeichen für Osteoporose erkennen. Dabei ist das Verfahren hundert mal schneller als bisherige Diagnosemethoden. Der Technologietransfer soll dazu beitragen, die Lebensqualität vieler älterer Menschen zu verbessern und Gesundheitskosten zu senken.

Bildungsfachkraft-Qualifizierung für Menschen mit Behinderungen (Kiel)

Das Kieler Institut für Inklusive Bildung bildet seit Oktober 2016 Menschen mit Behinderungen innerhalb von sechs Semestern zu Dozenten aus. Als Experten in eigener Sache halten sie Seminare an Hochschulen und vermitteln Wissen rund um die Lebenswelt von Menschen mit Behinderung. So eröffnet das Projekt neue Perspektiven für Menschen mit Behinderungen - abseits von geschlossenen Werkstätten.

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