Posted: Mon, 10 Jul 2017 09:37:32 GMT

Umweltminister Habeck hat das Gebiet "Naturwälder in den Landesforsten Barlohe" als neues Naturschutzgebiet ausgezeichnet.

Ein Schild mit der Aufschrift "Naturschutzgebiet", im Hintergrund ein Gewässer. Die "Naturwälder in den Landesforsten Barlohe" sind das 18. Naturschutzgebiet im Kreis Rendsburg-Eckernförde. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die "Naturwälder in den Landesforsten Barlohe" sind das 18. Naturschutzgebiet im Kreis Rendsburg-Eckernförde. © W. Diederich/ grafikfoto.de

"Diese Wälder der Hohen Geest sind für Schleswig-Holstein nicht nur naturschutzfachlich besonders bedeutsam, sie tragen auch zum bundesweiten Netz von Naturwäldern bei", sagte Minister Robert Habeck in Kiel.

200. Naturschutzgebiet im Land

Mit den "Naturwäldern in den Landesforsten Barlohe" erhält der Kreis Rendsburg-Eckernförde bereits sein 18. Naturschutzgebiet. Somit steigt die Größe von schützenswerten Räumen im Kreis auf 2.803 Hektar an. Dies entspricht einem Anteil von 1,3 Prozent der Kreisfläche. Das neue Naturschutzgebiet zwischen Hamweddel am Nordostseekanal und Hohenwestedt ist das 200. seiner Art im echten Norden. Mit seiner Größe von rund 375 Hektar erreicht der Anteil der schützenswerten Räume 3,3 Prozent der Landesfläche.

Zuhause von gefährdeten Arten

Das neue Naturschutzgebiet ist Flora-Fauna-Habitatgebiet. Es bietet Lebensräume für Pflanzenarten, welche teilweise bundesweit gefährdet sind. Hierzu gehören Alpenhexenkraut, Scheidiger Gelbstern, Rippenfarn und Wiesenschachtelhalm.

Vielfältige Tierwelt

Die Wälder der schleswig-holstenischen Landesforste sind auch Europäisches Vogelschutzgebiet. Hier brüten Seeadler, Schwarz- und Mittelspecht in älteren Buchen und Eichen. Des Weiteren nistet eine Starenkolonie im Hamweddeler Wald. Dies ist aufgrund der Höhlenarmut in normalen Wirtschaftswäldern eine Seltenheit geworden. Fischarten wie zum Beispiel die Rundmäuler besiedeln die Fließgewässer innerhalb der Wälder. Sowohl im Gehege Himmelreich als auch im Haaler Gehege gibt es verhältnismäßig große Bestände von Bachneunaugen, einer Fischart, deren Körperbau stark dem eines Aals ähnelt. Ebenfalls Bestandteil des Naturwaldökosystems ist eine sich eigenständig vermehrende Bachforellenpopulation.

Entwicklung ohne menschliche Einflüsse

Zukünftig sollen sich knapp 90 Prozent des neuen Naturschutzgebietes ohne menschliche Einflüsse entwickeln. Langfristige Prozesse, wie die Bildung von lebensnotwendigen Großraumhöhlen für verschiedene Käferarten, werden dann nicht mehr gestört.

View More
  • 0 Comment(s)
Zufallscode
Bild neu laden
Gib den Zufallscode hier ein
TOP